London 2014 – Sonntag

Da ich meine erste „große“ Reise, nach dem Eröffnen dieses Blogs getan habe, möchte ich auch darüber schreiben.
Hierzu habe ich mir extra ein eigenes, kleines Büchlein zugelegt in dem ich meine Beobachtungen und Empfindungen niederschreiben konnte. In der Regel, schreibe ich die Dinge ja meist am nächsten Tag komplett auf, oder zumindest soweit ich mich erinnere.

Der Trip nach London hat sich relativ kurzfristig ergeben, daher habe ich mir vorher nicht sehr viele Gedanken gemacht, was ich nun besuchen möchte. Zumeist habe ich mich meiner Reisebegleitung (eigentlich war ich ja die Reisebegleitung) angehangen.

Hier beginnt nun meine Reise durch die englische Hauptstadt

Aktuell sitze ich in meinem Hotel Zimmer und schaue auf Channel 5 den Film „10.000 BC“. Nebenbei schreibe ich an diesen Zeilen, welche ich später geneigten Lesern auf meinem Blog darlegen möchte.
Heute haben wir die Reise über den großen Teich… Äh, den Kanal hinter uns gebracht. Der Flug war zu humanen Zeiten in Nürnberg gestartet und ging zum Stansted Airport, welcher gerne von günstigen Fluglinien angeflogen wird. Er ist nicht so zentral an London wie Heathrow, wenngleich mit dem Zug innerhalb einer Stunde zu erreichen.
Der Stansted Express kostet 12 Pfund pro Person und wird mit jeder weiteren Person günstiger. (maximal 5 Personen, mindestens 8 Pfund)
Sicherlich gibt es günstigere Alternativen mit dem Bus, allerdings würden diese ggf. auch länger dauern.

Der Zug selber endet an der Liverpool Street Station in London. Von hier aus ist die ganze Stadt gut mit U-Bahn, Bus und anderen Mitteln zu erreichen.
Auf dem Weg dorthin kann man die wunderschöne Landschaft des Ostens von England bestaunen. Uns kam sie teilweise vor wie in einer Dokumentation „5 Jahre nach der Menschheit“.

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Nachdem wir an der Liverpool Street Station angekommen sind, haben wir uns auf den Weg zu unseren jeweiligen Unterbringungen gemacht. Da wir kurzzeitig gebucht haben und grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen hatten, wo wir untergebracht werden wollten, haben wir zwei unterschiedliche Unterkünfte. Während meine Begleitung ein Hostel gewählt hat, habe ich ein kleines Hotel genommen. Ursprünglich sollten unsere beiden Unterkünfte direkt beieinander sein, aber leider wurde uns mein Hotel vor der Nase weg geschnappt. Nun sind wir ein paar U-Bahn-Stationen auseinander.

Rote Ampeln gelten nicht.

An diesem Tag konnte ich lernen, dass für Busfahrer rote Ampeln nicht gelten. Auch wartende Fahrgäste sind für Busfahrer in London nicht unbedingt ein Grund anzuhalten; ausgenommen einer der Mitfahrer drückt auf den „Halten“-Knopf.
Zum ÖPNV ist zu sagen, dass an jeder Station die Anfangsfahrten und die Endfahrten gelistet sind. Dazwischen gibt es nur Zeiten wie „alle 5-12 Minuten“. D.h. es kann vorkommen das man 12 Minuten wartet, oder aber nur 5 Minuten bis zum nächsten Bus. Manchmal kommen auch 2 Busse auf einmal. Man sollte sich also ein wenig Zeit mitnehmen und nicht gehetzt sein. Ich denke das darf man so oder so nicht sein, sobald man in den Londoner Straßenverkehr tritt.

Da wir recht früh in London angekommen sind, haben wir den restlichen Tag natürlich genutzt um uns ein wenig um zu sehen. Hierzu sind wir vom Regents Park zu Fuß zum Buckingham Palace gewandert. Unser Weg hat uns entsprechend die Regent Street lang geführt, welche mit vielen Geschäften gefüllt ist. Das zieht natürlich massig Publikum an. Insbesondere in der Höhe der Oxford Circus Station wird es dann wild, so dass wir in eine Nebenstraße gewechselt haben. Dies war dann die Old Bond, bzw. New Bond Street. Hier stehen die entsprechenden Nobel-Läden, vor welchen meist ein Türsteher, so das keine einfachen Touristen die zahlende Kundschaft stören können.
Ebenfalls fiel uns auf dem Weg auf das es wohl ein wichtiges Fußballspiel gibt, da die Pubs, welche solche Spiele übertragen, überfüllt waren.

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Buckingham Palace

Am Buckingham Palace angekommen ging unser Weg weiter zu den House Guards, wo wir dann jedoch entschieden wieder zu unseren Unterkünften zurück zu kehren. Wir waren beide von dem Flug und dem längeren Fußmarsch erschöpft. Auf dem Rückweg haben wir dann noch Halt bei einem netten, italienischen Restaurant gemacht, welches in der Nähe der Oxford Circus Station liegt. Diesmal sind wir allerdings direkt über Seitenstraßen gelaufen, so das wir weniger Menschenmassen vor uns hatten.

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Nach dem Restaurant-Besuch trennten wir uns, so dass jeder in seine Richtung gehen konnte. Auf diese Art und Weise konnte ich mir London zum ersten Mal seit langem in der beginnenden Dämmerung und Dunkelheit anschauen.
Mein Weg führte mich einige Nebenstraßen lang, so dass ich einige nette Bilder machen konnte. Ebenfalls habe ich so ein stark bewachtes Haus (2 Polizisten mit Automatik-Waffen) gesehen, sowie viele Vögel noch singen hören. Abseits der Hauptverkehrsstraßen scheint es, als wenn man viel Ruhe hat in dieser großen Stadt.

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Der nächste Tag wird mit dem Britisch Museum beginnen.