London – Gesamteindruck

Nachdem wir nun samstags zurück geflogen sind und ich die wenigen Erlebnisse dafür schon im „Freitagsblog“ geschrieben habe, nun mein Gesamteindruck der Stadt.

Natürlich habe ich nur rein subjektive Dinge erlebt und kann hier wenig objektiv schreiben, so sehr ich mich auch bemühe. Letztendlich ist der Eindruck ja auch nur exakt was er ist, ein Eindruck von einer Woche in der großen Stadt, die ich nicht vollständig hab sehen können.

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Zu allererst:
Ampeln sind nur Vorschlagewerkzeuge für Fußgänger, Taxi- und Busfahrer. Rot bedeutet nur: Guck, bevor du gehst. Manchmal schließen sich auch unabgesprochen große Gruppen von Fußgängern zusammen und überqueren die Ampeln bei Rot, so dass der Straßenverkehr halten muss. Wir haben dies „kritische Masse“ genannt. Dieses Phänomen kommt nach unseren Beobachtungen nicht selten vor.

London selbst wird von vielen Überwachungskameras bewacht. So wurde ich garantiert des Öfteren und oft genug gefilmt, wie ich durch die Stadt laufe. Auch ist während dieser Woche wohl ein Mord aufgeklärt worden, da der Verdächtige gefilmt wurde, wie er das entsprechende Tatviertel verlassen hat.
Stattdessen habe ich relativ wenig Polizei auf den Straßen gesehen. Es scheint, als wenn die meisten Beamten wohl entweder die Monitore beobachten würden, oder mit Sirene zum Einsatzort rauschten. Letzteres hört man in der Tat ab und zu. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass es überaus häufig vorkommt, dass man Sirenen durch die Straßen hört.
Auch kann man Polizisten mit schweren Waffen an bestimmten Stellen sehen. Hier wären ein mir unbekanntes Haus, sowie der Buckingham Palace, sowie die Downing Street genannt.

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Die Fußgänger, welche nicht gerade an einer Straße warten müssen, scheinen immer gehetzt zu sein und selten langsam zu laufen. Auch sind sie immer mit Ihrem Handy oder MP3-Player mittels Ohradapter verbunden. Mir scheint, dass die Menschen der Stadt einem schnellen Leben unterliegen und nur in Parks zur Ruhe kommen.
Dort kommen sie anscheinend in der Mittagspause, nach dem Feierabend oder an freien Tagen gerne hin, da diese auch immer sehr gut gefüllt sind. Einige von Ihnen erfreuen sich an der Natur indem sie die Vögel oder Eichhörnchen füttern.
Ebenfalls stelle ich fest, dass die meisten Menschen einfach freundlich sind, wenn sie nicht gerade gehetzt werden, oder aber bedrängt werden.
Zur Mittagszeit findet man einige von Ihnen aber schon in den Pubs, wo sie sich ein Mittagsbier gönnen. Vielleicht dient das ja der Entspannung. Wenn das so ist, scheint es zu wirken, da die managerhaft aussehenden Raucher eher entspannt aussehen.

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Und zu guter Letzt: Fahrradfahren in London ist Suizid! Zumindest kommt mir das so vor, da ich die Radfahrer dort gesehen habe und gesehen habe, wie sie durch den dichten Verkehr
fahren. Persönlich würde ich davor zurück schrecken, da mir dies zu gefährlich scheint.
Auf der anderen Seite ist dies wohl eine der günstigsten, dennoch schnellsten Fortbewegungsmöglichkeiten in London, da der Verkehr selber sehr stark ist und die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise überfüllt.

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Auch die Stadt selber scheint sich gewandelt zu haben, seitdem ich das letzte Mal dort war. Mittlerweile stehen weniger alte, hübsche Gebäude dort, sondern vielmehr Glas- und Stahlpaläste, welche die kleineren Gebäude verdrängen. Dies schaut manchmal sehr seltsam aus, wenn sich eines der älteren Häuser in einem der neuen Türme spiegelt. Manchmal findet sich auch die alte Fassade am Grund eines der Türme, so dass diese mit in das neue Konstrukt eingebettet ist.
Der Unterschied fällt natürlich besonders in der City of London auf. Hier sind besonders viele neue Gebäude zu sehen, wenngleich auch ein paar wenige, ältere Häuser.

Mir persönlich scheint es so, als wenn die Stadt schnelllebiger wird und auch die Menschen davon infiziert werden. Nur in den Parks scheinen die Menschen etwas abzukühlen und weniger auf Geschwindigkeit bedacht zu sein.