#GedankenZurNacht

Ohne Zwang, entsteht Freiheit.

Was will ich damit sagen?

Relativ einfach: Wer ohne Zwang lebt, lebt in Freiheit.
Wir können das Prinzip anhand eines Sklaven sehen. Er wird dazu gezwungen zu arbeiten, dort zu wohnen, wo er wohnt und vielleicht ist er sogar angekettet oder gefesselt.
Das sind alles Zwangsmaßnahmen, die ihm seine Freiheit nehmen.

Stellen wir uns einfach einmal vor, dieser, besagter Sklave hätte freie Arbeitsplatzwahl, freie Wohnortwahl und wäre nicht angekettet und gefesselt. Er wäre frei. Er wäre auf jeden Fall kein Sklave mehr.

Wir sind auch keine Sklaven, da wir unseren Arbeitgeber frei wählen können. Wir können auch frei wählen, wo wir wohnen wollen. Niemand kettet uns an und niemand fesselt uns. Wir leben also in Freiheit.
Tun wir das?
Nicht immer.

Wieso tun wir das nicht? Weil wir immer noch den Zwang haben einen Arbeitgeber zu wählen. Ansonsten können wir unsere materialistischen Bedürfnisse nicht befriedigen. Wer kann sich schon ein Brötchen leisten, wenn er kein Geld hat?
Wir können aber frei wohnen! Nein, auch das können wir nicht. Ohne Geld funktioniert das nicht. Spätestens wenn der Vermieter mitbekommt, dass wir unsere Miete nicht zahlen, unternimmt er Anstrengungen um uns raus zu bekommen.
Ja, wir können natürlich auch das Glück haben, das wir in unserer eigenen Wohnung oder Haus wohnen. Aber auch da haben wir dann das Problem, das wir unbedingt Geld benötigen um das Anwesen zu erhalten.
Und zu guter Letzt will dann die Stadt Müllgebühren, der Staat Grundstückssteuern, usw. von uns haben. Wir benötigen also ein Einkommen. Hier wären wir wieder bei der Wahl des Arbeitgebers.

Aber immerhin sind wir nirgends wo angebunden und angekettet!
Nein, auch das stimmt leider nicht. Wir fesseln uns jeden Tag selber. Wir binden uns im Gedanken an Konventionen, die man schon immer so gemacht hat.
Wir geben uns freiwillig dem Zwang hin, dass wir immer das neueste Handy-Model haben müssen. Der Fernseher muss auch größer sein, als der des Kumpels. Auch das Auto muss natürlich das Schnellere sein.
Um uns das leisten zu können, müssen wir auch wieder irgendwo Geld herbekommen.

Sind wir also frei?
Ich würde ganz klar Nein sagen.
Wie ich oben schon erwähnt habe, lebt jemand in Freiheit, der ohne Zwang lebt.
Wir leben jedoch mit den Zwängen unbedingt uns einen Arbeitgeber suchen zu müssen. Dieser darf uns dann beschäftigen und durch den Verdienst können wir das Wettrüsten mit der Gesellschaft weiterführen.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass wir nicht gepeitscht werden. Das ist doch schon Mal ein großer Vorteil.
Sicher kann man das so sagen. Wir behalten keine Striemen auf unserem Körper.
Aber wir behalten diese in unserem Geist, da wir uns gegenseitig selber peitschen.
Wir gucken Menschen, das ein alternatives Leben, ohne Arbeitgeber, führen schräg an. Wir unterstellen Menschen Schmarotzertum, weil wir selber neidisch darauf sind, das diese Menschen nicht arbeiten müssen.
Wir gönnen Menschen nicht, wenn sie sich in Ruhe einmal zurücklegen können, oder müssen.

Wieso tun wir das?
Warum schaffen wir nicht ein System in unserem, reichen Land, welches es ermöglicht, dass jeder Mensch sich einmal zurücklehnen kann?